Der Golf 3
November 1991: Vorstellung des Golf III mit sieben Motorisierungen: Die Motorenspanne reicht vom 1.4 mit 44 kW (60 PS; in Österreich 40 kW/55 PS) dem 1.8 mit 55 kW (75 PS) bzw. 66 kW (90 PS) über den GTI mit 2,0 Liter und 85 kW (115 PS) bis hin zum neu entwickelten Sechszylinder-Motor mit 2,8 l Hubraum und 128 kW (174 PS) im VR6. Neu sind auch zwei Wirbelkammer-Diesel mit je 1,9 l Hubraum und 47 kW (64 PS) unaufgeladen bzw. 55 kW (75 PS) als Turbodiesel. Bei allen Modellen von 64 PS aufwärts war eine Servolenkung Serie.
Der Golf III ist in den Ausstattungsvarianten CL (Comfort Luxus), GL (Gehobener Luxus), GT (Grand Turismo), GT Special, GTI und VR6 erhältlich. Der 75-PS-Turbodiesel wurde mit GT-Ausstattung als GTD vermarktet. Der CL war die Einstiegsversion und ist durch schwarze Stoßfänger und Außenspiegelgehäuse zu erkennen. Der GL war die komfortorientierte Version mit Velourssitzen (hintere Bank geteilt umklappbar), elektrischen Außenspiegeln, Zentralverriegelung und mit partiell in Wagenfarbe lackierten Stoßfängern. Der GT hat serienmäßig ein 14"-Fahrwerk (CL und GL anfangs 13") mit strafferer Dämpfung, Doppelscheinwerfer à la GTI, Sportsitze vorne, Drehzahlmesser und eine Multifunktionsanzeige (MFA, Bordcomputer). Von außen ist der GT durch die hellgrau abgesetzten unteren Stoßstangenflächen und durch einen Heckspoiler erkennbar. Der GT Special hat eine nochmals verbesserte Ausstattung und fällt u.a. durch lackierte Stoßfänger und abgedunkelte Heckleuchten auf. GTI und VR6 bauen auf dem GT Special auf und haben wie der GL die Anbauteile in Wagenfarbe, zudem waren 15"-Leichtmetallfelgen, Lederlenkrad, elektrische Fensterheber, Kotflügelverbreiterungen uvm. Serie. Bei sämtlichen Varianten wurde die Serienausstattung im Laufe der Jahre in vielen Details aufgewertet. GTI, GTI 16V und der VR6 haben (wie der später erhältliche GTI-TDI mit 110 PS) serienmäßig das sogenannte Plus-Fahrwerk, welches um 15 mm tiefer gelegt ist, geänderte Stabilisatoren, Querlenker, Radlagergehäuse, Antriebswellen, Domlager und eine geänderte Servolenkung beinhaltet. Es ist an den Fünfloch-Felgen und einer hinteren Scheibenbremse zu erkennen. 16V (2,0 l mit 110 kW/150 PS, ab 1993) und VR6 erhalten Serienmäßig ein ABS+EDS-System (Antiblockiersystem mit elektronischer Differenzialsperre bis 30 km/h), welches beim GTI 8V gegen Aufpreis lieferbar ist.
Golf IV
ist die Bezeichnung für die vierte Baureihe des VW Golf. Er löste 1997 den Golf III ab; 2003 ersetzte ihn in Deutschland der Golf V. In Nordamerika wurde er erst 2006 vom Golf V abgelöst. In Südamerika läuft er noch immer vom Band; in Brasilien erhielt er 2007 ein Facelift. In Kanada wird diese Variante parallel zum Golf V (der dort „Rabbit“ heißt) als „City Golf“ verkauft. Ebenfalls mit einem Facelift (jedoch mit anderer Optik) versehen wird der Golf IV auch 2007 noch als „Bora HS“ in China verkauft. Am 31. Dezember 2008 waren in Deutschland 1.558.955 Golf IV zugelassen
- 1997: Vorstellung des Golf IV mit den Motoren: Benziner: 1.4 16V (75 PS), 1.6 8 V (101 PS), 1.8 20V (125 PS), 1.8 20V Turbo (150 PS) und 2.3 VR5 (150 PS). Diesel: 1.9 SDI (68 PS), 1.9 TDI (90 PS) und 1.9 TDI (110 PS).
- 1998: Einführung 4Motion (Allrad). Cabriolet optisch Golf IV angepasst mit den Motoren: 1.6 (101 PS), 1.8 (75 bzw. 90 PS), 2.0 (116 PS) und 1.9 TDI (90 bzw. 110 PS).
- 1999: Einführung Pumpe-Düse TDI 1.9 (115 PS) und V6 Benziner (204 PS), Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) in allen Golf serienmäßig. 2.0 8 V mit 116 PS löst 1.8 20V mit 125 PS ab.
- 2000: Einführung 1.6 16V mit 105 PS, 2.3 V5 20V mit 170 PS und 1.9 TDI PD mit 101 bzw. 150 PS; 1.6 8 V weiterhin nur lieferbar mit Automatikgetriebe. Cabriolet weiterhin nur lieferbar als 2.0 mit 116 PS und 1.9 TDI mit 90 PS.
- 2001: Sondermodell 25 Jahre GTI mit 1.8 20V Turbo (180 PS) Motor, Bremsassistent serienmäßig. Erweiterung des von Bosch entwickelten Controller Area Network-Bus-Systems (kurz CAN-Bus) auf die große Konfiguration (nun auch Motor und Kombiinstrument per CAN). Einführung 1.9 TDI PD mit 131 PS
- 2002: Kopfairbags serienmäßig, Einführung 1.6 FSI mit Benzin-Direkteinspritzung (FSI) und 110 PS, und R32 mit 3,2 Liter VR 6 Motor mit 241 PS, Sondermodell Champ, basierend auf der Ausstattungslinie Basis mit Kopfairbags (etwas später serienmäßig), Sondermodell Pacific, basierend auf der Ausstattungslinie Highline, umschaltbarer Erdgas-Antrieb mit der Verkaufsbezeichnung BiFuel im Variant. 1.9 TDI PD mit 115 PS entfällt. Cabriolet eingestellt.
- 2003: GT Sport, Sondermodell Edition, Ende der Produktion in Deutschland. Vom Golf IV wurden 4.098.000 Limousinen gefertigt. Start der Produktion in der Volksrepublik China im Joint-Venture-Unternehmen FAW Volkswagen am Standort Changchun.
- 2004: der R32 wird in den USA angeboten und ist damit der erste Allrad-Golf in den Staaten
- 2005: weitere Variant-Ableger: Golf Atlantic und Atlantic Style
Golf V
ist die Bezeichnung für die fünfte Baureihe des VW Golf. Er löste 2003 den Golf IV ab; 2008 ersetzte ihn in Deutschland der Golf VI, bei dem gegenüber dem Golf V technische Details und die optische Gestaltung verändert wurden. Am 31. Dezember 2008 waren in Deutschland 786.554 Golf V zugelassen, zum gleichen Zeitpunkt waren vom Vorgängermodell mit 1.558.955 fast doppelt so viele Fahrzeuge zugelassen
- 2003: Vorstellung des Golf V; FSI-Motoren, neue Vierlenker-Hinterachse. Vier Scheibenbremsen, elektromechanische Servolenkung, Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), Antriebsschlupfregelung (ASR), Bremsassistent, EDS, Antiblockiersystem (ABS), sechs Airbags, elektrische Außenspiegel und Fensterheber und Funk-Zentralverriegelung sind serienmäßig.
- Der Golf V bekommt das von Bosch entwickelte Controller-Area-Network-Bus-System (kurz: CAN-Bus). (Ab 2001 schon im Golf IV verbaut)
- 2004: „30 Jahre Golf“: kostenlose Klimaanlage (Verkaufsförderungsmaßnahme befristet bis September 2004), 6-Gang-Direktschaltgetriebe (DSG) für TDI, 6-Gang-Automatikgetriebe mit Tiptronic-Schaltung (Aufpreis), Golf 4motion mit Allradantrieb, Golf GTI
- 2005: Produktion des Golf V GTI mit neu entwickeltem, turboaufgeladenem FSI-Motor mit 147 kW (200 PS).
- MJ 2006: Beim Golf ab MJ 2006 werden einige Sparmaßnahmen getroffen wie zum Beispiel Stabantenne (wie beim IV), andere, dunklere und haptisch ansprechendere Materialien am Armaturenbrett, nur noch acht anstatt von zehn Lautsprechern, kleinere Batterie beim 1.4- und 1.6-Ottomotor. Die Veränderungen können jedoch je nach Ausstattungsvariante unterschiedlich sein.
- September 2005: Das Sondermodell Golf speed wird eingeführt. Diese Sonderedition war ein Projekt von Auszubildenden von VW. Dieses Fahrzeug ist auf 200 Exemplare limitiert. Jeweils 100 in den Farben Gelb und Orange (Original-Farben von Lamborghini).
- Dezember 2005: Golf GT mit neuem TSI-Twin-Charger als TSI (Kompressor und Turbolader) sowie als 2.0 TDI mit 125 kW (170 PS).
- Januar 2006: Einführung des Golf-GTI in den USA
- Februar 2006: Golf Goal als Sondermodell zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Der Goal hat eine umfangreiche Serienausstattung mit Klimaanlage, CD-Radio, Sitzheizung, Einparkhilfe, Tempomat, Multifunktionsanzeige, Lederlenkrad, Fußmatten, Räder/Reifen in 16 Zoll, Nebelscheinwerfer, Beifahrerspiegelabsenkung, beheizte Scheibenwaschdüsen und Scheinwerfer-Reinigungsanlage. Gegenüber dem Standardmodell Trendline ergibt sich dadurch ein Preisvorteil von 1236 Euro. Als Sonderfarbe bietet VW das Copper Orange an. Produktion bis August 2006
- Sommer 2006: Einführung des Golf V in Nordamerika, unter der Bezeichnung Rabbit, Start Golf TSI mit 103 kW
- Januar 2007: Golf-Tour-Sondermodell in Kooperation mit TUI, als Nachfolger für den Golf Goal, in leicht veränderte Ausstattung (Gutschein für einen Reisetag bei Buchung über TUI, Entfall des Winterpakets und der Fußmatten).
- März 2007: Der Golf V Variant wird auf dem Genfer Automobilsalon vorgestellt. Markteinführung im Sommer 2007.
- Oktober 2007: Sondermodell Golf United als Nachfolger für den Golf Tour, in leicht veränderter Ausstattung (Serie Leichtmetallfelgen Mugello, Sporttasche-Handtuch-Ball von Nike, Entfall Climatronic, und anderes). Erstmals 90-kW-TSI mit 7-Gang-Direktschaltgetriebe bestellbar.
- Februar 2008: Sondermodell Golf Edition parallel zum Golf United mit geringerer Ausstattung (Serie Leichtmetallfelgen Atlanta, Climatic, Chrom-Paket, aber Entfall Sporttasche-Handtuch-Ball von Nike, Licht-und-Sicht-Paket, Winter-Paket, getönte Scheiben, und anderes).
- Sommer 2008: Es ist nicht mehr möglich, den Golf V ab Werk mit individueller Ausstattung zu ordern, aufgrund des im Oktober bevorstehenden Modellwechsels.
Der VW Golf VI
ist die sechste Generation des kompakten Personenkraftwagens VW Golf; sie kam im Oktober 2008 auf den Markt. Die preisgünstigste Ausführung kostete zu Beginn des Verkaufs 16.500 Euro.
Der Golf VI entspricht weitgehend dem Golf V auf Grundlage der konzerninternen Plattform A5 (PQ35). Verändert wurden technische Details und die optische Gestaltung. Als Karosserievarianten gibt es außer dem konventionellen Modell den Golf Plus und den Golf Variant.
Im Oktober 2008 wurde der Golf VI bei den Händlern vorgestellt. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Front- und Heckpartie überarbeitet, Türen und Dach sowie Scheinwerfer und Heckleuchten geringfügig geändert. Durch die flachen Heckleuchten wirkt der Golf VI breiter als der Golf V. Die lange Zeit standardmäßige Schutzleiste an den Seiten fehlt aus aerodynamischen Gründen. Die Instrumente sind nicht mehr blau, sondern weiß beleuchtet und wurden in Röhren gelegt; das Lenkrad sowie die Bedienelemente für Klimaanlage und Radio sind aktualisiert. Die Sicherheitsausstattung ist um einen Knieairbag für den Fahrer erweitert.
Des Weiteren ist die akustische Dämmung des Innenraums besser als beim Vorgänger. Dies wird durch eine Dämmungsfolie in der Frontscheibe sowie durch bessere Dichtungen an den Türen und Seitenscheiben erreicht.
Zum Modelljahr 2010, das im Mai 2009 begann, erhöhte VW die Preise des Fahrzeugs
Zusätzlich zu zwei Frontairbags, zwei Seitenairbags vorn und Kopf-Schulter-Airbags für die seitlichen Fensterflächen hat der Golf VI serienmäßig einen Knie-Airbag für den Fahrer; Seitenairbags hinten können gegen Aufpreis bestellt werden. Erstmals im VW Golf gewählt werden kann der Parklenkassistent Park Assist, die Parklücken von ausreichender Größe erkennt und selbsttätig einparkt; damit in Verbindung auf Wunsch auch die Rear Assist-Rückfahrkamera. Weiterhin die adaptive Fahrwerksregelung DCC (Dynamic Chassis Control) zur automatischen Verstellung der Stoßdämpfer und ein indirektes Reifendruckkontrollsystem. Nebelscheinscheinwerfer in Verbindung mit Abbiegelicht sind als Sonderausstattung bestellbar. Bi-Xenonscheinwerfer sind als Sonderausstattung bestellbar, sie werden in Verbindung mit dynamischem Kurvenlicht angeboten.
Die einfachste Ausstattungslinie heißt wie bei den Vorgängern Trendline. Sie schließt jetzt die Klimaanlage Climatic ein, ein Radio muss hingegen nach wie vor gesondert bestellt werden. Die mittlere Linie mit dem Namen Comfortline bietet unter anderem Sitze mit Lendenwirbelstütze und Höheneinstellung auch für den Beifahrer, die Einparkhilfe Park Pilot für vorn und hinten sowie ein CD-Radio mit vorderen Lautsprechern. Die höchste Ausstattungsvariante Highline besitzt beispielsweise beheizte Sportsitze vorn, die Klimaautomatik Climatronic mit getrennter Temperatureinstellung für Fahrer und Beifahrer, Nebelscheinwerfer mit statischem Kurvenlicht sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder mit breiteren Reifen
Infos Quelle Wikipedia
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